Ein (Fussball-)Wochenende ohne Kinder – das Wochenende in Bildern

An diesem Wochenende war ich Samstag und Sonntag tief im Westen Deutschlands unterwegs. Ohne Kinder, ohne Frau. Das schlechte Gewissen fuhr auch mit, denn meine schwangere Frau ist nicht mehr superfit. Beinahe wäre ich auch zuhause geblieben, aber Andrea wollte auch nicht, dass ich meine Freunde nicht sehen konnte.

Samstag, der 23. Juni 2018

Straußvogel im Ruhrgebiet

Morgens um 5 Uhr 30 bis ich Richtung Essen mit der Bahn gefahren. Es war so früh, dass ich vergessen habe, irgendwelche Fotos zu machen.

Ein Freund von mir hatte seinen Geburtstag gefeiert und seine (männlichen) Freunde eingeladen, Swin-Golf (dazu später mehr) zu spielen. Als ich morgens um 11 ankam, musste ich mir erstmal die Vogel Strauße (?) anschauen, die es auch gab. Das Runzelfüßchen und Herr Annika hätten bestimmt Spaß daran gehabt.

Irgendwann in meinen Leben wollte ich auch mit einem Bollerwagen mit Getränken herumfahren. Fairerweise muss man sagen, dass wir einen Wagen mit Wasser und alkoholfreien Getränken hatten und einen mit bierhaltigen Getränken. Am Ende wurde gar nicht so viel getrunken und der Bollerwagen war eher ein Übel, was keiner mehr mitziehen wollte.

Ich kannte Swingolf noch gar nicht. Im Prinzip ist es eine Form von Golf mit einfacherer Technik, ohne Kleiderregeln oder Platzreife. Dafür kann man einen Bollerwagen mitnehmen.  Nachmittags spielen wir noch „Fussball“-Golf, aber das Swingolf machte irgendwie mehr Spaß. Wir hatten trotz eher miesen Wetter sehr viel Spaß, ein Loch nach dem anderen anzuspielen und uns bei unseren Fehlschlägen zu beklatschen.

Abends grillten wir bei meinem Freund im Garten, aßen Salate und schauten das Fussballspiel. Bei der letzten Fussball-Europmeisterschaft habe ich viele Spiele alleine zuhause gucken müssen, weil mein Sohn noch so klein war. Die Stimmung unserer Feier hätte auch noch arg in den Keller gehen können, aber so war der Abend dann doch gerettet.

Sonntag, der 24. Juni 2018

Meine Nacht war nicht die beste. Leider war keine Matratze am Vorabend mehr frei gewesen und ich musste daher auf eine Yogamatte schlafen. Es soll ja ganz gesund sein, auf hartem Boden zu schlafen, aber mir war das ein wenig zu hart gewesen.

Fast den ganzen Sonntag verbrachte ich im Zug. Die Zugfahrt selbst spielte ich ein wenig mit meiner Switch, las eine Zeitschrift und hörte mir Musik an. Wenn man so wie ich ohne Kinder im Zug fährt, fallen einem Familien mit Kindern sofort auf. In der gleiche Sitzreihe wie ich saß eine Mutter mit ihrem Baby. Vielleicht weil ich meine eigenen Kinder vermisste oder weil wir ja noch ein Baby bekommen, freute ich mich ein wenig für die Mutter, deren Baby fast die ganze Zeit der Bahnfahrt ruhig blieb und auf ihr schlief.

Ein Schrecksekunde gab es dann doch: die Mutter mit Baby wollte ihre Sachen am Ende der Reise zusammenpacken. Als sie das Baby kurz unbeobachtet ließ, fiel das Baby vom Sitz auf den Boden. Als Elternteil zuckt man dabei auch selbst zusammen. Das Baby weinte nur kurz und hatte sich scheinbar nicht schwer weh getan. Aber die Mutter brauchte ja noch immer ihre Sachen. Und dann passierte etwas, was eher selten ist. Außer mir bot noch ein Mann seine Hilfe an. Er nahm das Baby auf den Arm und das Baby sah erst ein wenig komisch den Mann an, weinte aber nicht und die Mutter konnte ihre Jacke und Rucksack anziehen.

Bienenstich

Am Ende des Tages gab es nochmal Kuchen. Die Kinder waren im Bett und wir erzählten uns als Ehepaar ein wenig von unserem Wochenende. Vermutlich sollte man so spät gar keinen Kuchen mehr essen, aber das Stück Kuchen war dann doch irgendwie ein Abschluss eines Wochenende, dass toll für mich, aber sehr mies für meine Frau war.

Wie Andrea ihr Wochenende mit zwei Kinder und ohne Mann erlebt hat, könnt ihr auf dem Runzelfüßchen-Blog lesen. Wie andere Familien ihr Wochenende verbracht habe, lest ihr wie immer bei Susanne.

Wie war euer Wochenende?

2 Kommentare bei „Ein (Fussball-)Wochenende ohne Kinder – das Wochenende in Bildern“

  1. Lieber Alex ich schätze und mag Dich wirklich sehr, aber ich verstehe nicht, warum Du Deine schwangere und angeschlagene Frau alleine gelassen hast – auch wenn sie „nicht wollte, dass ich meine Freunde nicht sehen konnte.“ Aus Erfahrung am eigenen Leib: Eine Schwangere ist ein Pulverfass an Emotionen und wir sagen dann gerne was anderes, als wir meinen – vielleicht auch in der Hoffnung, der andere versteht uns auch so. Ich glaube, sie hätte Dich echt gebraucht, denn ihr Post macht deutlich, wie scheisse es ihr eigentlich ging. Wenn ich mich täusche, dann Asche auf mein Haupt. Als Freundin kann ich aber nicht schweigen, ich mache mir Sorgen um sie.
    LG, Séverine

    1. das_rosa_blau sagt: Antworten

      Hallo Séverine,

      ich denke Du hast Recht. Vermutlich wäre es besser gewesen, zuhause zu bleiben. Asche auf mein Haupt.
      Ich werde aber Andrea in nächster Zeit nicht mehr aus den Augen lassen – wenn Dich das beruhigt.

      Liebe Grüße
      Alex

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